Freitag, 5. Juni 2015

UND is just a three letter Word

Soeben las ich auf heise.de etwas über Tisa:
"Über das Dienstleistungsabkommen verhandeln neben der EU und den USA 23 weitere Länder wie die Türkei, Mexiko, Kanada, Australien, Pakistan oder Israel. 
Brasilien, Russland, Indien oder China sind nicht beteiligt."
Weiss der Autor denn nicht genau, welches dieser Länder (Brasilien, Russland, Indien oder China) nicht beteiligt ist, oder meint diese Formulierung, dass
entweder Brasilien, Russland und Indien nicht beteilligt sind und alternativ dazu China nicht beteiligt ist?
ist am Ende sogar keines der 4 erwähnten Länder beteilligt?
Wenn es so wäre, was spräche gegen ein "und"?

"und" ist ein tolles Wort, es ist, da lehne ich mich sicher nicht zu weit aus dem Fenster, der Deutschen beliebteste Konjunktion.
Das Wort "und" es verbindet nicht nur, es ist auch ein wesentlicher Bestandteil des beliebtesten deutschen Haustiers, dem Hoder.

Mittwoch, 3. Juni 2015

Susanna Kay Quatrocchio

Herzliche Glückwünsche zu deinem 65.Geburtstag liebe Suzi Quatro!
Auch wenn dein Name mich stets denken liess, du wärst ein Produkt von Audi, weiss ich seit heute, dass dein Familienname, durch deine italienischen Wurzeln, Quatrocchio war, und vermutlich amerikanisiert wurde. 

Die Tatsache, dass du in "Grosse Pointe" aufgewachsen bist, hätte dich beeinflussen können, eine grosse Komikerin zu werden, aber du hast dich für eine Musikkarriere in Leder entschieden. 
Zu guter Laune regten deine humorvollen Texte dennoch immer an:
"Try to can the can" brachte mich immer dazu, darüber nachzudenken, Konservendosen in Konservendosen zu konservieren.

Es kam in dem Text auch einen Mann vor:
"Put your man in the can, honey", also stellte ich mir eine Art Matroschka aus lauter Konservendosen vor, und in der innersten Dose der arme Mann.
Dabei geht es in dem Song wohl darum, den Mann zu behalten, wenn er denn der Richtige ist oderso.
Ich hoffe, dass ich ab heute weniger davon albträume, eingesperrt in eine Konservendose in warholscher tomato soup zu schwimmen. 

trivia: 
- Suzi Quattro ist exakt 14 Jahre älter als Doro Pesch
- als Dale Hawkins 1957 den Song "Susie Q" veröffentlichte, wusste er nicht, dass Suzi Quattro den Song 26 Jahre später covern würde 

Sonntag, 17. Mai 2015

depressive Schmerzpatienten

Es hiess stets, dass man Cannabis für Schmerzpatienten freigeben solle. 
Ich selbst habe, während meiner Krebserkrankung das den Wirkstoff des Cannabis enthaltene Medikament Dronabinol bekommen, um mir meinen Appetit wiederzugeben.

Nun hat sich die FDP auf ihrem "German Mut" genannten Parteitag für eine Legalisierung ausgesprochen.
Ich finde, dass das nach liberalem Grundsatz wie: 

"Meine Freiheit geht so weit bis sie die Freiheit eines Anderen Einschränkt"
oder anders formuliert
"Die Freiheit hat als ihre logische Grenze die Freiheit der anderen."
oder auch
"Ein Jeder hat das Recht, seine Faust zu schwingen, bis zu dem Punkt, wo die Nase eines Anderen beginnt."
hätte die FDP längst diese Meinung vertreten sollen.

Nun ist die Partei selber depressiver Schmerzpatient, und spricht sich, wohl aus Eigeninteresse, für eine Legalisierung von Cannabis aus.

Sonntag, 10. Mai 2015

Fertigteigmischung

Jüngst wurde ich Zeuge einer Ölkatastrophe:
700ml reines Olivenöl verliessen einen Haufen grüner Scherben, welche kurz zuvor noch gemeinsam eine grüne Flasche bildeten, die sich von der Supermarktkasse aus richtung Erdmittelpunkt bewegte.
oelkatastrophe
Eilig wurden nach diesem Unglück Scherben aufgesammelt und ein Kilo feinsten Weizenmehls auf der Öllache verteilt, und obwohl danach die Rutschefahr kaum mehr bestand, wurde ein gelbes Schild mit einer Tanzenden Rothaut in einem Dreieck, welches aufgrund seiner Eckenlosigkeit diesen Namen nicht verdient, aufgestellt.
Auf den Schild Stand in grossen schwarzen Lettern:
"ACHTUNG"
"CAUTION"
"RUTSCHGEFAHR"
"WET FLOOR"
Was dann mit dieser Mehl-Öl-Mischung passiere, weiss ich nicht, ein geschäftstüchtiger Marktleiter hätte die gebannte Rutschgefahr in Tüten verpackt, und diese mit 
"Flammkuchen-Fertigteigmischung 
- nur noch Wasser & Salz hinzu - Fertig!"
Beschriftung versehen.

Donnerstag, 16. April 2015

gefährliche Informationsarmut

Ich erinnere mich noch überraschend gut an eine Geschichte, die ich zu Schulzeiten im Ramen des Unterrichts in einer fremden Sprache zu lesen hatte.
Vermutlich erinnere ich mich so gut, weil ich mich sehr darüber amüsierte.
 Der Name der Geschichte ist: "men of few words"
Sie handelt von zwei Farmern, von denen einer den Anderen eines Tages fragte, was er denn seinem Pferd gegeben hätte, als es eine Kolik hatte.
"Terpentin" antwortete der andere Farmer.
Als sich die Farmer ein paar Tage später erneut treffen, berichtet der eine dem anderen, dass er seinem Pferd nun auch Terpentin gegeben hätte, es aber trotzdem gestorben sei.
"Meins auch" erwidert der andere Farmer.

Diese Geschichte würde auch gut in meine norddeutsche Heimat passen.
Ähnliches erfuhr ich brühwarm aus meinem Elternhaus:
Mein Vater fragte beim Abendbrot meine Mutter, warum sie schon wieder Leberwurst gekauft habe.
"Weil du die immer so gern isst." antwortet diese.
"Ich esse die nicht gern!"
"Aber du isst doch jeden Abend davon.."
"Ich esse die, damit sie weg ist, und ich sie dann nicht mehr essen muss."

Ganz ähnlich verhält es sich mit meinem Sohn marinero, der den Käse, den er sich nach dem probieren an der Käsetheke ausgesucht hatte, dann zu Hause nicht mehr mochte.
"Wenn die Frau so nett ist, und mich von dem Käse probieren lässt, kann ich ihr doch nicht einfach so sagen, dass der nicht schmeckt!"
 
Minimalkommunikation spart Zeit, Buchstaben oder gar Geld - charakteristisch für sie ist jedoch auch ihre gefährliche Informationsarmut.

Dienstag, 3. Februar 2015

Haute Couture

Heute war ich beim Hautarzt. 
Ich hatte an meines linken Fusses Sohle Warzen gefunden, von denen  ich mich gern trennen würde.
In der Praxis des Hautarztes beeindruckte mich das Deckblatt einer Bröschüre, die zu Hautkrebsvorsorge wirbt:
flecken
Hier ist der richtige Platz ein kleines Gedicht aus einem Kalender in Buchform präsentieren.
Ich zitiere das Gedicht 
"Überdosis"
 aus "Lach mit 1967"
Eines Tags 'ne Dame fand
daß sie hat Warzen an der Hand.
Da gab ihr jemand den Rat:
Sie soll auf dunklem Waldespfad
schweigend weisse Kieselsteine
für jede ihrer Warzen einen
bei Vollmond in 'nen Graben rollen.
wodurch die Warzen weichen sollen.
Die Dame tat's, sie ging bei Nacht -
zählt ihre Warzen - 's waren acht.
Dann rollte sie mit Kieselsteinen 
für jede ihrer Warzen einen.
Doch als der achte war vorbei,
da rollt die Dame nochmals zwei,
zwecks Sicherheit auch diese noch
in ein finsteres Grabenloch.
Doch zählten auch zu dem Verlust
jene Warzen auf der Brust!

Schon Wilhelm Busch tat es uns kund:
"Allzuviel ist ungesund"

Sonntag, 1. Februar 2015

Fragen zur Nacht

Heute präsentiere ich einen Text, den heute ich in der Memo-Funktion meines Mobiltelephons fand, und kurz hierher übertrug. Auf der Suche nach Schlaf  scheine ich das Telephon immer wieder für Recherchen benutzt zu haben, um Antworten auf Fragen zu finden, die sich vielleicht jeder vor dem Einschlafen stellt:
Wenn ich nachts nicht schlafen kann...
Wann hat die SPD eigentlich den Sozialismus aufgegeben? war das das Bad Godesberger Programm?  ich schau mal. stimmt. War erst 1959. aber Godesberg und nicht Bad Godesberg. Wie komme ich denn auf Bad? bestimmt durch Wildbad Kreuth, wo die Csu vor langer langer Zeit mal den Sozialismus aufgegeben hat. Und warum WILDbad? und Kreuth oder Greut? Oh Gott, hier ist eine Mücke. Ich hör' sie summen. Wenn's still wird ist sie gelandet und will Blut saugen. Aber jetzt zu dieser Jahreszeit? Die sollte längst tot sein!
Hat sie in meiner Wohnung überlebt? immer wenn sie aufhört zu summen bewege ich mich, um sie aufzuschrecken. Das scheint zu helfen, dann summt es wieder. Wann wurde eigentlich der letzte Quastenflosser aus dem Meer geholt? Aha, 1938! 
Ist das wieder die Mücke? am besten ich hör' mal auf zu atmen und horche, vielleicht kann ich sie dann orten. Oh, das ist die Nase meines Sohnes, der neben mir liegt. Die macht diese Geräusche.
Verwirrend! 
Das ähnelt nichteinmal annähernd einem Schnarchgeräusch. Dieses liegt irgendwo inmitten eines Dreiecks aus Atmen, Summen und Pfeifen.
Kreuth, es ist Wildbad Kreuth! Warum WILDbad? Die feinen Herren kurten wohl hier und gingen zur Erholung etwas jagen.