| es wurde mal wieder ein mensch durch drohneneinsatz gezielt getötet. glücklicherweise war das natürlich bloss ein böser mensch. und böse menschen sind menschen, die böse sachen machen, verdienen also die todesstrafe. da sind dann zivilisierte rechtsstaaten gefragt, menschen, die böse sind, gezielt zu erschiessen oder zu sprengen. ist doch alles ganz einfach und irgendwie total gut. ich schäme mich ein wenig dafür, dass mir das nicht gefallen will. im 15. jahrhundert hat man ja auch böse menschen, in erster linie hexen, einfach verbrannt. und das hat geholfen und zwar nachhaltig. es wurde mit harter hand durchgegriffen und in europa gilt heute, glaube ich, das hexenproblem weitgehend als gelöst. auch die prüfung, ob es sich tatsächlich um eine hexe handelt, wurde ja für jede einzelne nach bestem wissen und gewissen durchgeführt. und heute ist man ja technisch so weit, dass man ganz leicht feststellen kann, ob jemand ein böser mensch oder gar eine hexe ist. einen menschen ganz überraschend zu sprengen ist schon beinahe wie eine hinrichtung ohne prozess, richter und geschworene. aber ich glaub' das geht klar so, weil ja böse menschen gar nicht zu einem ordentlichen prozess erschienen - auch dann nicht, wenn man sie vorlüde. also ist doch klar, warum die keine möglichkeit bekommen, zu vorwürfen stellung zu nehmen, denn die würden ja lügen. es ist also nicht nur gut, sondern auch unbedingt nötig, böse menschen, am besten mit einer art fernzündung, zu sprengen. ich weiss gar nicht, warum sich das für mich so falsch anfühlt? |
Samstag, 2. November 2013
komisches gefühl
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CAPITANO ZANAHORIA
dunkle sprache
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CAPITANO ZANAHORIA
Freitag, 1. November 2013
selbstverteidigung
| mein sohn, also marinero bzw. marinero banana, wie ich ihm versprochen habe ihn hier zu nennen, seit er mir meine zanahor amor, karla karrotte, mitbrache, fernsieht oder liest höchstwahrscheinlich zu viele naturdokumentationen. als vor kurzem eine portion wind geräuschvoll seinem hintern entwich, und ich ihn daraufhin strafend ansah, entgegnete er: "ich pupse nur, wenn ich mich bedroht fühle!" in einer solchen situation ist es wirklich nicht leicht, den strafenden blick aufrecht zu erhalten. |
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CAPITANO ZANAHORIA
neulich im internet
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CAPITANO ZANAHORIA
Montag, 21. Oktober 2013
berlin, berlin
| berlin, berlin - immer in bewegung, immer änderst du dir |
| die neueste mobilfunktechnik vermarktest du am grill. in schwarz und für 450€ Ferhandlungs-Preis. 'ein mal currywurst ohne darm und pommes rot weiss.' 'und 'n Iphone5 dazu?' 'ja, gern. und 'ne kleine cola!' |
| vor etwa 43 jahren und zwei wochen eröffnete ein hotel in der mitte berlins, unter dem namen 'Interhotel Stadt Berlin'. als ost-berlin teil gesamtberlins wurde, nannte es sich 'Forum Hotel' und seit etwa zehn jahren heisst es 'park inn'. und wie ich heute entdeckte, ist auch dieser name nicht stabil. es wird wohl künftig 'klotz in' heissen - wohl in anspielung an seine bauklotz-form. |
| heute wurde ich dann auch noch auf einen wirklich kleinen wasserspeicher hingewiesen - in dem soll eine ausstellung stattfinden. ich habe dann hineingeschaut - war nicht so viel los. |
| fairerweise wird auf dem hinweisschild bereits darauf hingewiesen, dass es sich bei der ausstellung um einen flop aus frankreich handelt. |
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CAPITANO ZANAHORIA
Sonntag, 20. Oktober 2013
micro bergbau
| ungefähr unendlich viele wissbegierige dieser welt haben schon immer wissen wollen, wer eigentlich für diese hübschen mäanderlinien in blättern verantwortlich ist. gut, dass sie, mein werter leser, gerade dabei sind, diesen text zu lesen. die nächsten zeilen werdin ihnen einen wissensvorsprung verschaffen: |
es handelt sich um genau das, wonach es aussieht: micro-bergbau!
den bergbau der agromyzidae oder passenderweise minierfliege. [minier frz.: bergbau]
zwischen ober- und unterseite eines blattes ist recht wenig platz für eine fliege, der tätigkeit nachzukommen, die für sie namensgebend ist, mag mancher gerade denken.
'ja, genau!' antwortdenke ich.
es ist der kindergarten dieser fliegen, oder aber - weil's ein noch schöneres wort ist: madengarten.
kinder von fliegen sind maden, kriechende würmer, die ein lebensziel verfolgen - pilot werden.und hier ist es mal wieder wie bei den menschen, um pilot werden zu können, das wissen auch fliegenmuttis, muss man viel gemüse essen. und darum legt die fliegenmutter ihre eier in ein loch, welches sie in ein blatt gebohrt hat. zwischen schlüpfen und verpuppen bleibt dem nachwuchs kaum etwas anderes, als blattgemüse zu essen. sobald die maden hübsche linien in ihr geburtsblatt - und sich selbst satt - gefressen haben, ziehen sie sich, ganz nach fliegenart, in eine selbstgebaute puppe zurück, in welcher ein grosser teil der pilotenausbildung stattfindet. nach erfolgter abschlussprüfung wird die puppe, von der auf mittlerweile imposante 2millimeter herangewachsenen fliege, innen geöffnet, um sich kurz darauf majestätisch in die lüfte zu erheben. |
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CAPITANO ZANAHORIA
Samstag, 19. Oktober 2013
waldspaziergang
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CAPITANO ZANAHORIA
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